Menne Im Raps
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Heimatverein Menne e.V.

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Verstanden

Die Menner Seihe ist ein ca. 9 ha großes Feuchtgebiet zwischen Menne, Nörde und Hohenwepel. Sie liegt in einer deutlich sichtbaren Mulde, die von Osten, Süden und Westen her von etwa 245m Höhe auf 238m abfällt und nach Norden hin nur gering ansteigt. Im östlichen Teil befindet sich ein ca. 100 qm großer Teich, der von einem ehemaligen Jagdpächter künstlich angelegt wurde. Westlich davon liegt das Zentrum eines Groß- und Kleinseggenriedes. Daran angrenzend wachsen im Norden und Westen Erlen, die sich zu einem Erlenbruchwald entwickeln.

 

Die Menner Seihe

 

Das gesamte Gebiet ist im Eigentum der Stadt Warburg. Es wird von den Naturschutzbehörden als geschütztes Biotop von regionaler Bedeutung betrachtet und wurde mit Verordnung vom 11.12.1985 unter Naturschutz gestellt. Das Schutzziel ist die Erhaltung und Optimierung eines Riedes mit den angrenzenden Wäldern. Zur Optimierung wurden die 1985 in dem Gebiet noch vorhandenen Ackerflächen in Grünland umgewandelt und ein Zaun zum Schutz des Gebiets errichtet. Das Grünland wird seit 1990 zur Pflege extensiv bewirtschaftet.

 

Die Europäische Sumpfschildkröte ist auch in der Seihe vertreten.

 

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Die Gemarkung Menne wird durch intensive landwirtschaftliche Nutzung geprägt. Hier zeichnet sich die Menner Seihe als der letzte, relativ naturbelassener Lebensraum aus. Es wurden viele seltene, gefährdete oder stark gefährdete Pflanzen wie z. B. die Fuchs-Segge, die Blasen-Segge, der Sumpfstochschnabel, die Sumpfquendel, der Schildehrenpreis oder das lockerblütige Vergissmeinnicht gefunden. Die Botaniker rühmen insbesondere die gut ausgebildete Pflanzengesellschaft.

 

Sumpfstorchschnabel, eine der seltenen Pflanzen der Menner Seihe

 

Das Gebiet wird auch als besonders wertvoll für Amphibien und Reptilien eingestuft. Aus der Gruppe der Amphibien wurden der inzwischen seltene Kammmolch, der Teichmolch, der Bergmolch, die Geburtshelferkröte, die Erdkröte sowie der Grasfrosch beobachtet. Bei den Reptilien sind neben der Waldeidechse fünf Exemplare Europäische Sumpfschildkröte entdeckt worden. Die Wissenschaftler vermuten, dass diese Tiere ausgesetzt wurden. Eine Warburger Biologin nahm allerdings an, dass sich dieses in Deutschland sonst nicht mehr vorkommende Tier in der sumpfigen Seihe gehalten haben könnte.

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