Menne Im Raps
Wappen Menne
Heimatverein Menne e.V.

Kirchliche Kunstschätze

Der Mitte des 17. Jahrhunderts entstammt das Marienbild in der Pfarrkirche St. Antonius. Die Gottesmutter ist dargestellt als Herrscherin mit dem Zepter als Zeichen der Herrschaft, gekleidet in einen spanischen Königsmantel. Die Krone auf ihrem Haupt ist das Symbol ihres Königtums. Als Kind auf ihrem Arm ist Christus als König in segnender Haltung dargestellt, die Erdkugel haltend, auf der sein Siegeszeichen, das Kreuz, aufgepflanzt ist.

 

Das Schriftband am Zepter Marias lautet:

Consolatrix afflictorum, ora pro nobis.

Trösterin der Betrübten, bitte für uns.

 

 

Das Marienbild in der Menner Pfarrkirche. Das Marienbild mit den Maßen 1,24m x 1,70m hat eindeutig Bezug zum Gnadenbild von Kevelaer, das mit 7,5 cm x 11 cm und seiner Ausschmückung sehr viel bescheidener ausfällt.

 

Kevelaer Gnadenbild, (Kupferstich) in Originalgröße, das wahrscheinlich als Vorlage für das Menner Marienbild diente.

 

Das Menner Bild zeigt im Hintergrund die Pfarrkirche St. Antonius, die Kerzenkapelle und das Fundament der Gnadenkapelle in Kevelaer, das Gnadenbild, das im 30-jährigen Krieg durch Soldaten nach Kevelar kam, die Stadtansicht von Luxemburg.

 

Ausgewählte Ausschnitte aus der Bildleiste des Menner Marienbildes

 

Von besonderer Schönheit sind die Bildleisten zu beiden Seiten der Darstellung. Die Motive sind weitgehend nach Versen aus dem biblischen „Hohen Lied“ gestaltet. Die übrigen Bilder sind betitelt:

 

Pulchra ut luna Schön wie der Mond
Palma florens
Blühende Palme
Lilium inter spinas Lilie unter Dornen
Lilium Conualbum
Lilie unter Dornen
Cijpressus Kegelförmige, weiße Lilie
Platanus echa ata
Zypresse
Stella matutina
Formvollendete Platane
Aurora consurgens Aufgehende Morgenröte

 

 

Weihrauchfass aus Menne mit spätromanischer Feuerschale und frühgotischem Oberteil

 

Die Pfarrgemeinden Menne und Hohenwepel besitzen zusammen zwei besonders kostbare Weihrauchfässer, die stilistisch ins Mittel- alter gehören. Die beiden Rauchfässer sind einander ähnlich, aber nicht völlig gleich. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass bei beiden die Deckel vertauscht waren. Mit richtigem Oberteil gehört ein Gefäß in die Spätromanik und das andere in die Frühgotik. Beide Gefäße befinden sich aufgrund ihrer hohen künstlerischen und kunstgeschichtlichen Bedeutung in Paderborn im Diözesanmuseum. Die Menner Kirchengemeinde hat sich von ihrem Exemplar vor der Rückführung der Deckel eine funktionstüchtige Kopie machen lassen.

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