Menne Im Raps
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Heimatverein Menne e.V.

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Verstanden

Das 19.-Jahrhundert brachte Veränderungen in einer Geschwindigkeit mit sich, wie sie die Dorfbewohner noch nie erlebt hatten.Bedingt durch den Reichsdeputationshauptschluss und die Napoleonischen Kriege, fiel das Hochstift zunächst 1802 an die Preußen, dann 1807 an das französische Königreich Westfalen und 1813 wieder an die Preußen. Mit jedem Wechsel war auch eine Änderung des Verwaltungssystems verbunden.

 

Die Vorläufer der Gebäude Nrn. 30, 31 und 33 brannten im 19. Jahrhundert zweimal ab.

 

In den folgenden Jahren 1816 – 1836 meldete die Dorfchronik etliche Missernten, die in einer Hungersnot 1831 gipfelten.  Außerdem sind schwere Brände vermerkt. Diese Brände hatten solche Ausmaße, dass im 19. Jahrhundert die Hälfte des Gebäudebestandes abbrannte. Allerdings wurden fast alle Häuser unverzüglich wieder aufgebaut. Zu bemerken ist noch, dass sich bereits 1825 Hinweise auf eine Feuerversicherung in der Dorfchronik finden.

 

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Ausschnitt aus der Übersichtskarte der Urvermessung des Katasteramts Höxter Chausseen, Eisenbahnlinien und Wege wurden nachträglich eingearbeitet.

 

Gegen Mitte des Jahrhunderts beginnt die „Wende zur Neuzeit“. In den folgenden Jahrzehnten setzt ein Bauboom ein, wie ihn das Dorf noch nicht gekannt hat:

  • Preußen erschließt sein Staatsgebiet durch Chausseen und Eisenbahnlinien.
  • Für eine effektivere Landwirtschaft wird durch die Separation die Grundlage gelegt.
  • Bauvorhaben der Gemeinde werden durchgeführt. (Neubau der Kapelle, Neubau der Schule)
  • Große private Gebäude werden errichtet. (Gut Fischer, Molkerei, Gaststätte Schäffer)

 

Stark vergrößerter Ausschnitt aus der Übersichtskarte der Urvermessung.

 

Am Ende des Jahrhunderts ist das Dorf nicht wiederzuerkennen. Der Gebäudebestand ist um ca. 40% auf 81 gestiegen, Dorf und Feldflur sind gut erschlossen. Vornehmlich durch die Eisenbahn wächst das Dorf. Dadurch werden Handwerker und Händler angezogen. Es bildet sich ein immer vollständiger werdendes Gemeinwesen.

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