Menne Im Raps
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Heimatverein Menne e.V.

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Verstanden

Die Bedeutung der Schule hat sich in den letzten 200 Jahren deutlich gewandelt. Obwohl seit 1788 der „Schulzwang“ bestand, schickten viele Eltern ihre Kinder nicht regelmäßig zum Unterricht.  Deshalb konnten vor 150 Jahren noch viele Erwachsene  nicht einmal ihren Namen schreiben. Heute wird durch Qualitätskontrollen (Pisa-Studie) auf Missstände aufmerksam gemacht.  Die Rahmenbedingungen und insbesondere der finanzielle Aufwand haben sich erheblich gebessert.

 

In diesem Gebäude wurde wahrscheinlich der erste Schulunterricht in Menne erteilt.

 

Der erste bekannte Klassenraum befand sich am Anfang des 19. Jahrhunderts in einem Haus an der Laubenallee. 1820 wurde eine neue Schule zwischen dem Gut und der Kapelle gebaut. Sie wurde nur bis 1847 genutzt. Dann konnte ein neues Gebäude an der Parkstraße bezogen werden. 1908 wurde es aufgestockt. Wegen der beengten Verhältnisse und des Lärms  wurde auch diese Schule aufgegeben. 1957 bezog man eine neue Schule mit Lehrerwohnhaus an der Pfalz. Hier wurde nur 20 Jahre unterrichtet. 1973 löste man die Schule in Menne auf. Bis 1977 nutzten sie noch zwei von Ossendorf ausgelagerte Klassen. Die Gebäude wechselten inzwischen mehrfach die Eigentümer.

 

Die „alte Schule“ an der Parkstraße in einer Ansicht vor 1908

 

Klassenraum der „alten Schule“ an der Parkstraße

 

Bis 1927 bestand in Menne eine einklassige Schule. Das heißt: Ein Lehrer unterrichtete ca. 30 Wochenstunden 50-127 Schüler in 8 Jahrgangsstufen gleichzeitig. Die dazu notwendige Disziplin wurde mit dem Stock erzwungen. Die 30 Std. wurden zum Teil auch nachmittags unterrichtet. Sie setzten sich wie folgt zusammen: 5 Std. Religion, 10 Std. Deutsch, 4 Std. Rechnen, 6 Std. Realien, 2 Std. Singen, 2 Std. Turnen oder Handarbeit sowie 1 Std. Zeichnen. Von 1927 bis 1969 hatte die Menner Schule 2 Klassen, also 4 Jahrgangsstufen in einer Klasse. Dazu wurde zusätzlich eine Lehrerin für die unteren Jahrgänge beschäftigt.

 

1956 brachten die Schulkinder den Richtkranz zu ihrer zukünftigen Schule.

 

Bis ins 19. Jahrhundert hinein erhielten die meisten Lehrer keine besondere Ausbildung. Sie wurden zudem so schlecht bezahlt, dass sie als die ärmsten Männer des Dorfes galten. Im Menne gingen die Lehrer dem Schneider- bzw. Schusterhandwerk nach.  Eine erste Besserung trat ein, als durch die Separation der Lehrerstelle 4 Morgen Land zugeteilt wurden. Trotzdem musste der Lehrer Klausmeier, der von 1864 bis 1903 in Menne unterrichtete, nebenbei eine Versicherungsagentur betreiben.  Die Besoldung der Lehrer, die inzwischen in einem Lehrerseminar ausgebildet wurden, verbesserte sich nach der Reichsgründung erheblich.

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