Menne Im Raps
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Heimatverein Menne e.V.

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Verstanden

Die neue Regionalexpressverbindung R11 von Kassel nach Düsseldorf hatte Gerd Schubert dazu bewogen, Düsseldorf als nächstes Ziel für den Heimatverein anzubieten. 29 Mitglieder interessierten sich für die Fahrt und trafen sich pünktlich zur Abfahrt um 7:34 Uhr auf dem Warburger Bahnhof. Der Zug war noch relativ leer, so dass die Gruppe sich in einem Waggon verteilte. Mit beachtlicher Geschwindigkeit ging es durch die land- und forstwirtschaftliche geprägte Landschaft zunächst nach Hamm und dann in umgekehrter Fahrtrichtung durch die Industrielandschaft des Ruhrgebiets nach Düsseldorf. Im Düsseldorfer Hauptbahnhof wechselten wir die Etage und fuhren mit der U-Bahn zum Heinrich Heine Platz. Von dort ging es zu Fuß zur Tourist-Info. Dort trafen wir pünktlich um 11:00 Uhr unseren Altstadtführer Willi Hardt.

Dieser erzählte uns zunächst in Bezug auf die Gaststätte der Uerige, dass das Wort Uerige nicht von urig abzuleiten sei, sondern im Düsseldorfer Platt bedeute „der schlecht gelaunte“ und sich auf einen ehemaligen Wirt bezog. Erstaunlich, dass ein schlecht gelaunter Wirt so viel Erfolg haben kann. Der Wirt habe auch gesagt, dass Trinken von Bier und Schnaps der Gesundheit seiner Gäste abträglich sei, deshalb bot er in seiner Gaststätte zur Förderung der Gesundheit seiner Gäste und zur eigenen Gewinnsteigerung nur selbstgebrautes Altbier an. Schnaps konnte man aber in dem gegenüberliegenden Spirituosengeschäft trinken. Dort wurde auch die Düsseldorfer Spezialität KIllepitsch angeboten. Der merkwürdige Name sei darauf zurückzuführen, dass sich bei den Luftangriffen des zweiten Weltkriegs der Geschäftsinhaber im Keller des Hauses sehr gefürchtet habe und seinem Nachbarn angeboten habe, „wenn se us doch kille wolle, dann pitsche wir us jetzte einen.

Dabei erfuhren wir auch, dass Düsseldorf im 2. Weltkrieg zu über 80% zerstört worden sei und es auch in der Altstadt nur wenige wirklich alte Gebäude gibt.

Er erklärte uns auch, dass Düsseldorf im Radsportfieber sei, weil in diesem Jahr die Tour de France in Düsseldorf startet.  Besonders augenfällig war das an einem Gebäude, an dem knall bunt bemalte Fahrräder montiert waren.

Düsseldorf zur Tour de France mit Fahrrädern an der Wand

Der Altstadtführer ging mit uns über die Bergerstraße, vorbei am Düsseldorfer Senfladen über den Markt am Karlsplatz, die Mittelstraße und Bölkerstraße zum Marktpatz.

Vor dem Reiterstandbild von Jan Wellem erläuterte er uns die Bedeutung des Kurfürsten und seiner Frau Anna von Medici für die Stadt Düsseldorf.

Am Schneider Wibbel Denkmal erzählte uns der Reiseführer, dass nach einer Geschichte der Schneider Wibbel zu Zeiten Napoleons bei einem Saufgelage ordentlich über die Besatzungsmacht und Kaiser Napoleon geschimpft habe. Die Besatzungsmacht verurteilte ihn deshalb zu einer längeren Gefängnisstrafe. Weil er sich um seine Familie und das Geschäft kümmern müsse, überredete er seinen Gesellen für ihn die Gefängnisstrafe abzusitzen. Der Geselle verstarb während der Haft und wurde natürlich als Schneider Wibbel beerdigt. Bei der Beerdigung, die er von weitem beobachtete, soll er gesagt haben: „Nä, watt bin ich für ’ne schöne Leich“.  Er kehrte dann wenig später als sein eigener Zwillingsbruder ins Leben zurück und heiratete seine „Schwägerin“.

Unter der Bronzefigur hängt ein Schild: „streichele den Wibbel und du wirst sehen es bringt dir Glück.“ Dieser Aufforderung sind viele unserer Mitglieder gefolgt.

Nach Abschluss der Führung löste sich die Gruppe auf und jeder konnte seinen eigenen Interessen nachgehen. Die meisten Teilnehmer gingen zunächst in die Hausbrauerei zum Schlüssel, wo sie mit Altbier und lokalen Spezialitäten gut versorgt wurden.

Nach dem Essen machte sich eine Gruppe auf den Weg, um zunächst die Andreaskirche von innen zu besichtigen. Die Kirche ist mit prächtigen Stuckarbeiten des Früh- und Spätbarocks, sowie vielen Heiligenstatuen ausgestattetet. Besonders auffällig ist der Altarraum mit silbernen Statuen.

Danach ging es auf der Rheinuferpromenade stromaufwärts bis zum Landtag. In dem neuen Landtagsgebäude wurde eine Führung angeboten, in der u.a. der Fraktionsraum der CDU, der Raum der Landespressekonferenz und der Plenarsaal besichtigt werden konnten.

Um den Zeitpunkt des Treffens für die Abfahrt mit der U-Bahn nicht zu verpassen, musste die Besichtigung abgebrochen werden. Pünktlich um 17:00 Uhr wurde der U-Bahnhof betreten damit wir gegen 17:30 Uhr unseren Regionalexpress nach Richtung Warburg erreichten. Gegen 20:20 Uhr waren die 29 Teilnehmer wieder zufrieden zu hause.

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