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Heimatverein Menne e.V.

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Verstanden

„Warum denn in die Ferne fahren, wenn das Gute liegt so nah“, dachte sich der Vorstand des Heimatvereins und bot eine Fahrt nach Paderborn an. Die Mitglieder folgten diesem Gedanken nicht unbedingt. Lediglich 8 Teilnehmer fanden Interesse an einer Stadtbesichtigung Paderborn. Diese trafen sich am 6.8.16 um 9:45 Uhr vor der Paderhalle mit der Stadtführerin. Es ging zuerst durch die alte Stadtmauer an der Mühle Reineke und am Grundstück des inzwischen abgerissenen Haxthausenhofs vorbei zum Adam und Eva Haus.

Unsere Stadtführerin erläuterte uns, dass das Haus in einer Zeit gebaut wurde, als Paderborn protestantisch war. Dies sei an den Verzierungen des Hauses aus der Zeit der Weser-Renaissance zu erkennen. Von dort ging es zu den Paderquellen, die der Stadt den Namen gegeben haben. Nach ausführlicher Beschreibung der geologischen Verhältnisse und der Leistungsfähigkeit der Quellen gingen wir weiter zur Kaiserpfalz. Diese wurde ursprünglich zur Zeit Kaiser Heinrich II errichtet und in den 1970er Jahren auf den alten Grundmauern wieder aufgebaut. Davor befinden sich die Reste der karolingischen Pfalz, wo Karl der Große 799 Papst Leo III empfing.

Mitglieder des Heimatvereins mit der Stadtführerin vor der Kaiserpfalz

Wir gingen dann in die direkt angrenzende Bartholomäuskapelle. Diese war als Pfalzkapelle Teil des Neubaus der Kaiserpfalz. Der Paderborner Bischof Meinwerk (1009–1036) ließ sie um 1017 in Anlehnung an den byzantinischen Stil von byzantinischen Bauleuten errichten, die die einzigartigen Gewölbe mit Hängekuppeln und den sie tragenden Säulen schufen. Die Säulenkapitelle gelten als bedeutende Zeugnisse ottonischer Baukunst, die Kapelle selbst als bedeutendstes kunstgeschichtliches Bauwerk Paderborns. (Wikipedia)

 

Die Bartholomäuskapelle verfügt über eine herausragende Akustik, die wir durch Absingen von „Großer Gott wir loben dich“ erfahren haben.

Von dort führte uns der Rundgang zum Kreuzgang des Domes, wo wir das berühmte Hasenfenster besichtigen konnten. Die Stadtführerin gab uns zur Erläuterung den Vers „Der Hasen und der Löffel drei, und doch hat jeder Hase zwei“ mit. Vorbei an einer Kapelle, die noch Fußboden aus der Meinwerkschen Zeit hatte, ging es dann über das Paradiesportal mit seinen zahlreichen Heiligenskulpturen, darunter die Patrone Maria, Liborius und Kilian, in den hohen Dom.

Dort beschäftigten wir uns insbesondere mit dem Fürstenberggrabmal, das Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg (1585–1618) selbst noch zu Lebzeiten in Auftrag gegeben hat, und den verschiedenen Hauptaltargestaltungen.

Vom Dom machten wir einen Abstecher zum Diozäsanmuseum. Hier konnten wir u.a. die Münzen des „Tollen Christians“, die er aus dem geraubten Liboriusschrein geprägt hatte, besichtigen. Sie trugen die Inschrift: „ Gottes Freund, der Pfaffen Feind“.

Danach haben wir den Domplatz in Richtung Süden verlassen. Vorbei am neuen Theather Paderborn, der theologischen Fakultät und dem Gymnasium Theodorianum gingen wir zur Jesuitenkirche, Marktkirche.

 

Hier haben wir insbesondere den prachtvollen Barock-Altar, der für insgesamt 4 Millionen Euro in 15 Jahren Bauzeit von 1989 bis 2004 nach alten Plänen rekonstruiert wurde, besichtigt.

Hochaltar in der Marktkirche

Von der Marktkirche gingen wir über den Rathausplatz zum Rathaus, das mit seiner prachtvollen drei Giebelfassade im Stil der Weserrenaissance erbaut wurde.

Vom Rathausplatz ging es zum Marienplatz. Dort sahen wir das Heisingsche Haus, ein Patrizierhaus, ebenfalls aus der Zeit der Weserrenaissance mit schönem Fassadenschmuck. Hier endete unsere informative Stadtführung.

Wir bedankten uns bei der Stadtführerin und fuhren in den Haxtergrund wo wir in einem Biergarten Mittag machten, um dann die Veranstaltung zu beenden.

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