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Heimatverein Menne e.V.

Osnabrück - Besuch der Friedensstadt 2014

Am 2.8. starteten leider nur 33 Mitglieder zur Fahrt nach Osnabrück. Auf dem Hinweg berichtete Gerd Schubert über einen besonderen Urkundenfälscher: Bischof Benno II hat im 11. Jhd. einen ganzen Schwung Urkunden gefälscht, um Osnabrück Privilegien, die angeblich schon von Karl dem Großen verliehen wurden, zu erschwindeln. Das Gaunerstück flog erst im letzten Jhd. auf.

In Osnabrück angekommen hatten wir erst einmal Probleme mit dem Parkplatz, weil der Busparkplatz, der uns vom Stadtmarketing benannt worden war, gesperrt war. Gut dass es Handys gibt. So konnten wir unsere Stadtführer trotzdem treffen und dem Bus einen anderen Parkplatz zuweisen.

Wie es sich für eine Friedensstadt gehört begann unsere Führung im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses. Hier und im Münsteraner Rathaus wurde 1645-1648 der westfälische Friede ausgehandelt. Merkwürdige Umstände für Friedensverhandlungen - die einen (Katholiken) tagten in Münster und die anderen (Protestanten) saßen in Osnabrück. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der westfälische Friede beendet 1648 den 30 jährigen Krieg und schuf eine neue Grundordnung, die im Wesentlichen bis zur Französischen Revolution Bestand hatte.

Für Osnabrück kam ein sonderbarer Kompromiss heraus: Je im Wechsel sollte ein katholischer oder ein evangelischer Fürst das Bistum regieren.

Das mittelalterliche Rathaus, wie auch 85% der Innenstadt wurden im 2. Weltkrieg völlig zerstört, aber bereits 1948 zur 300 Jahrfeier des westfälischen Friedens wieder aufgebaut. Es steht zusammen mit der gotischen Marienkirche und schmucken alten Bürgerhäusern am dreieckigen Marktplatz.

Von dort gingen wir durch enge verwunschene Gassen, vorbei an urigen Kneipen, kleinen Galerien und originellen Geschäften in Richtung Osnabrücker Dom.

Der Osnabrücker Dom St. Petrus wurde von 1218bis 1277 im spätromanischen Stil erbaut. Seine unterschiedlich breiten Türme verleihen ihm eine ungewöhnliche Ansicht. Weil der zuerst gebaute schlanke Turm zu klein für die Glocken war, wurde der später erbaute Südwestturm deutlich erweitert.

Neben dem Dom konnten wir noch einen sehr schönen Kreuzgang besichtigen.

Der derzeitige Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode, war übrigens vorher Weihbischof in Paderborn, in der Zeit hat er auch in Menne gefirmt.

Die Stadtführung endete gegen Mittag am Dom.

Am Nachmittag hatten wir noch Gelegenheit den Ledenhof, das Osnabrücker Schloss, die Johannis-Kirche und die Katharinen-Kirche zu besichtigen.

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