Menne Im Raps
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Heimatverein Menne e.V.

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Verstanden

Das hat sich der Vorsitzende des Heimatvereins schon lange gewünscht: Eine Besichtigung der Firma Benteler. Jetzt hat es dank der Fürsprache von Klaus Wendehals geklappt.

23 Interessierte trafen sich vor dem Werkstor, wo sie von Erwin Peine empfangen wurden. Von dort aus ging es in den Sitzungssaal. Hier begrüßte uns der Werksleiter Herr Dipl.Ing. Lindner. Er stellte uns in einem kurzen Vortrag das Warburger Werk der Firma Benteler vor.

In Warburg arbeiten 655 Mitarbeiter und ca. 520 Roboter. Sie erwirtschaften einen Umsatz von 245 Mio. Euro im Jahr. Dazu werden ca. 6000 Achsen und 20000 Motor-Abgasanlagen täglich gefertigt. Der Materialeinsatz bei den Produkten beträgt ca. 70 %. Hinzu kommen rund 33 Mio Euro Personalkosten im Jahr.

Beeindruckt von diesen Zahlen wurden  wir mit funkgesteuerten Hörverstärkern ausgestattet und in die Werkshalle geführt. Hier erwartete uns ein ohrenbetäubender Lärm, vor dem wir uns mit Ohrstopfen schützten. In der Halle fielen uns die klare Struktur mit gekennzeichneten Gabelstaplerwegen, markierten Fußgängerwegen, Transportsystemen an der Decke und eine erstaunliche Sauberkeit auf. Die Herstellung der Produkte erfolgte in der Regel so, dass große Teile automatisch durch Laufkatzen angeliefert wurden, kleine Teile den Robotern von Maschinisten in Ausformungen zugeführt wurden und Roboter durchaus in größeren Gruppen die Einzelteile zusammenfügten, verschweißten und abtransportierten. Das exakte Zusammenspiel der Roboter war beeindruckend.

Großes Erstaunen rief auch eine Maschine  hervor die einen Rohr-Rohling hydraulisch so verformte, dass er unterschiedliche Durchmesser annahm und dabei die Wandungen ausreichende Stärke behielten.

Bei unserer Tour passierten wir auch einen Sitzungssaal, der mit dem ZDF Symbol gekennzeichnet war. Hier tagt die Abteilungsleiterkonferenz über Zahlen, Daten und Fakten erläuterte uns Herr Lindner. Er stellte uns ein ausgefeiltes Controlling-System vor, dass vor allem darauf ausgerichtet ist, vorgegebene Betriebsziele zu erfüllen, aber auch ständig nach besseren Lösungen zu suchen. Es wird angestrebt die Produktivität jedes Jahr um 10 % zu erhöhen. Dies sei erforderlich, um im globalen Wettbewerb gegen die Niedriglohn-Länder konkurrenzfähig zu bleiben.

Nach unserem Rundgang trafen wir uns noch einmal im Sitzungssaal. Hier stellte sich Herr Lindner unseren Fragen. Insbesondere der Druck zur ständigen Verbesserung wurde von manchem Heimatfreund in Frage gestellt. Herr Lindner machte jedoch unmissverständlich klar, dass der Betrieb ohne diese Denkweise in kürzester Zeit nicht mehr konkurrenzfähig ist und damit seine Aufträge verliert. Es sei gerade im Interesse der Beschäftigten, sich ständig zu verbessern und damit die Arbeitsplätze zu erhalten.

Bei dieser Besichtigung haben wir ein beeindruckendes Werk und einen engagierten Werksleiter kennen gelernt.  Unser Dank geht  an Klaus Wendehals, Erwin Peine und Herrn Lindner, die uns diese Besichtigung ermöglichten.

Nach der Besichtigung trafen sich noch einige Teilnehmer in der Heimatstube, um bei einem frisch gezapften Pils und einem Imbiss das Erlebte weiter zu diskutieren.

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