Menne Im Raps
Wappen Menne
Heimatverein Menne e.V.

Vereinsleben

Bericht über die Herbstwanderung 2016

Unsere diesjährige Herbstwanderung sollte uns zunächst zum Museum im Stern führen, um dort die Ausstellung „Landwirtschaft im Warburger Land – Ein Blick in die Geschichte“  zu besuchen. Auch hier ließ das Interesse der Mitglieder zu wünschen. Es fanden sich lediglich 8 Mitglieder, die fast alle zum ersten Mal mit dem neuen Kleinbus nach Warburg fuhren. Die Streckenführung durch die Industriegebiete zum Bahnhof und von dort zur Post sorgte für Erstaunen.

Vor dem Museum warteten noch weitere 6 Mitglieder, die mit uns in den Ausstellungsraum gingen. Dort berichtete Gerd Schubert von den Anfängen der Landwirtschaft vor rd. 7000 Jahren in unserer Region. Er erläuterte auch noch die landwirtschaftlichen Verhältnisse im Mittelalter und in der frühen Neuzeit.

Etwas intensiver und mit spezieller Blickrichtung auf Menne berichtete er von der Menner Separation, die im 19. Jhd. durchgeführt wurde. Danach überließ er es den Zuhörern sich die einzelnen Text- und Bildbeiträge anzusehen.

Nach einer knappen Stunde verließen wir das Museum und gingen den Seichenbrunnen hinab zur Bahnunterführung. An dem Bauwerk zeigte er die großen Schwierigkeiten bei der Erschließung der Gewerbeflächen nördlich der Bahn. Deshalb sei die Stadt bestrebt einen neuen Zugang zur Ostwestfalenstraße zu schaffen. Nach derzeitigem Planungsstand beabsichtigt man dabei die Brücke der Ostwestfalenstraße über den Feldweg zu nutzen, um die Baukosten in Grenzen zu halten. Das Vorhaben sei aber durch viele Umstände wie Zerschneidung landwirtschaftliche Flächen, die Nähe zur Eisenbahn, vorhandene Hochspannungsleitungen und dem Planungsrecht sehr schwierig. Deshalb habe die Stadt bei der Bezirksregierung eine Bodenordnung beantragt.

Über den Großenederer Weg und entlang des Nesselgrabens ging es dann unter der Unterführung der Ostwestfalenstraße hindurch in Richtung Heimatstube.

Dort erwarteten uns Isabel Bindseil mit Kartoffelsuppe und Manfred Wiemers mit Kartoffelpuffern. Im Laufe des späten Nachmittags gesellten sich noch einige Mitglieder hinzu, die bei schmackhaftem Essen und gepflegten Getränken einen angenehmen Abend verbrachten.

Besichtigung der Warburger Wasserwerke

Unsere diesjährige Betriebsbesichtigung sollte uns über die Warburger Wasserwerke informieren. Dazu trafen sich ca. 15 Interessierte vor dem Hochbehälter Uhlenbreite. Dort empfing uns der Wassermeister Sebatian Maicher. Er machte uns darauf aufmerksam, dass Wasser unser wichtigstes Lebensmittel ist und deshalb besondere Vorkehrungen zur Hygiene einzuhalten seien. Wir bekamen Plastiküberzieher über die Schuhe um Verschmutzungen zu vermeiden. Er erläuterte uns, dass die Wassergewinnung für den Bereich der Kernstadt beim städtischen Wasserwerk an der Diemel erfolgt. Von dort wird das Wasser über eine ca. 1,1 km lange Leitung in den Hochbehälter Uhlenbreite II eingespeist. Eröffnete auch zwei Klappen so dass wir in die zylindrischen Kammern mit einem Durchmesser von 19m und einer Wassertiefe von 3,5m blicken konnten.

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Der Hochbehälter sei Anfang der 70er Jahre westlich von dem an der Straße sichtbaren historischen Behälter errichtet worden. Der alte Hochbehälter habe keine Funktion mehr.

Danach fuhren wir zum Wasserwerk an der Diemel. Dort wurde uns zunächst erklärt, dass in dem Gebäude sowohl die Pumpen für die Wassergewinnung wie auch die Turbinen für die Stromerzeugung untergebracht sind. Die eigentlichen Brunnen liegen in Sichtweite südlich des Gebäudes.

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Für die Desinfektion des Wassers wird seit einiger Zeit kein Chlor mehr eingesetzt. Stattdessen wird das Wasser unter zwei UV-Anlagen geleitet, die das Wasser mit kurzwelliger UV-C Strahlung bestrahlt. Dies führe dazu, dass sich Keime nicht mehr vermehren können. Der Vorteil dieser Methode liege darin, dass dem Wasser keine Stoffe mehr zugesetzt werden müssen und dass die Anlage sehr wartungsarm sei. Diese Technik wird auch in Ossendorf eingesetzt. In diesem Zusammenhang verwies Maicher darauf, dass die Warburger Wasserwerke eine ausgezeichnete Wasserqualität liefere und dass sehr strenge Kontrollen des Gesundheitsamtes erfolgen.

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Am Ende der Führung wurde noch die neu angelegte Fischtreppe besichtigt, die es wandernden Fischen ermöglichen soll, die Staustufe zu umschwimmen.

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Mit einer hausgemachten Mettwurst und einer Flasche selbst angesetztem Likör bedankten wir uns bei dem Wassermeister und fuhren zur Heimatstube, wo wir es uns bei Gegrillten und kühlen Getränken gut gehen ließen.

Kartoffelernte 2016

Kartoffelernte 2016

Wie in den letzten Jahren haben wir auch in 2016 einen Kartoffelacker angelegt. Dafür hatte uns Rudolf Gründer zwischen Seewalds und Hillebrands Scheune eine Fläche zur Verfügung gestellt.

Im Frühling wurden sowohl Frühkartoffeln wie auch Lagerkartoffeln gemeinsam mit dem Kindergarten gepflanzt. Die Kinder konnten sich im Laufe des Jahres bei Spaziergängen vom Wachstum der Pflanzen überzeugen.

Am 30.8. war es dann so weit: Die Frühkartoffeln sollten geerntet werden. Es waren die ersten Reihen am Weg, die mit der Grepe ausgemacht werden sollten. Manfred Wiemers, Bernhard Beumer, Hubert Brenke, Walter Niggemann und Gerd Schubert gruben die Frühkartoffeln aus. Gegen 9:00 Uhr kamen 12 Kindergartenkinder mit vier Betreuerinnen. und sammelten die Kartoffeln in ihre mitgebrachten Eimerchen. Die selbst eingesammelten Früchte durften sie in mitgebrachte Tüten für ihre Eltern mitnehmen. Da nach der Arbeit auch noch eine Rast eingelgt werden sollte, hatte Manfred Wiemers für ein zweites Frühstück gesorgt, an dem sich Kinder und Erwachsene erfreuten.

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Die Kinder treten mit ihren Betreuern und der Ernte den Rückweg zum Kindergarten an.

Am 15.7.wurden bei strahlendem Sonnenschein die Lagerkartoffel ausgemacht. Hierzu rückte Rudolf Gründer mit einen Kartoffelroder an, der uns das mühsame Auswerfen ersparte.

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Acht Mitglieder des Heimatvereins wurden auch hier von den Kindern unterstütz um die Kartoffeln einzusammeln. Durch die vorgehende Trockenheit waren die Kartoffeln für unsere Verhältnisse sehr sauber. Es wurden etliche Zentner eingesammelt,

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Die Kinder und ihre Betreuer beim Kartoffel Sammeln

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Nach der anstrengenden Lese wurde ein von Manfred Wiemers vorbereitetes Frühstück verzehrt.

Eggewanderung 2016

Zu unserer dritten Eggewanderung fanden sich nur vier interessierte Wanderer zusammen. Wir fuhren mit zwei PKWs zunächst nach Blankenrode, wo ein Auto abgestellt wurde, um dann mit dem verblieben Auto zum Parkplatz Grunewald bei Kleinenberg zu fahren. Dort wurde mit der Wanderung begonnen. Es war sehr heiß, deshalb hatten sich die Teilnehmer mit Getränken versorgt. Zusätzlich führte Gerd Schubert 4 Flaschen Bier mit Kühlakkus mit sich. Die ersten 300 m gingen am Waldrand entlang danach führte der Weg komplett durch den schattigen Wald. Dort ging es an einem Klippenrand entlang, von dem wir auf den Hardehauser Opferstein blicken konnten.

Die angekündigte schöne Aussicht auf den Hardehauser Talkessel war allerdings nicht mehr sichtbar. Sie war komplett zugewachsen. Nach ca. 3 km wurde eine erste Rast bei einem besonders großem Insektenhotel eingelegt.

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Dann ging es flach auf die Nadel. Auch hier behinderte starker Bewuchs die Aussicht, sodass wir schnell den sehr steilen Abstieg begannen. Der Weg führte uns dann durch das Schwarzbachtal. Gerd Schubert berichtete, dass in diesem abgelegen großen Waldgebiet der scheue Schwarzstorch regelmäßig brütet. Nach ca. 2,5 Stunden wurde die zweite Rast eingelegt. Danach ging der Weg stark geradeaus Richtung Alt-Blankenrode. Inzwischen grummelte es ein wenig und wir machten uns Sorgen in ein Gewitter zu geraten.

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Unterhalb der Stadtwüstung ändert unser Weg seine Richtung und führte, am Rand der Erdwälle und eines Sandsteinbruchs entlang durch die Wälle hindurch steil empor zur „Altstadt“ Blankenrode. Außer den Wällen ist nicht mehr viel von der Stadt erhalten. Für uns war der Jungfernbrunnen das sichtbarste Zeichen der alten Wüstung.

Nach ca. vier Stunden hatten wir  die 11 km Wanderstrecke trocken Fußes abgelaufen und konnten nach einem Abstecher über eine Eisdiele zufrieden den Heimweg antreten.

Paderborn - ein Stadtrundgang

„Warum denn in die Ferne fahren, wenn das Gute liegt so nah“, dachte sich der Vorstand des Heimatvereins und bot eine Fahrt nach Paderborn an. Die Mitglieder folgten diesem Gedanken nicht unbedingt. Lediglich 8 Teilnehmer fanden Interesse an einer Stadtbesichtigung Paderborn. Diese trafen sich am 6.8.16 um 9:45 Uhr vor der Paderhalle mit der Stadtführerin. Es ging zuerst durch die alte Stadtmauer an der Mühle Reineke und am Grundstück des inzwischen abgerissenen Haxthausenhofs vorbei zum Adam und Eva Haus.

Unsere Stadtführerin erläuterte uns, dass das Haus in einer Zeit gebaut wurde, als Paderborn protestantisch war. Dies sei an den Verzierungen des Hauses aus der Zeit der Weser-Renaissance zu erkennen. Von dort ging es zu den Paderquellen, die der Stadt den Namen gegeben haben. Nach ausführlicher Beschreibung der geologischen Verhältnisse und der Leistungsfähigkeit der Quellen gingen wir weiter zur Kaiserpfalz. Diese wurde ursprünglich zur Zeit Kaiser Heinrich II errichtet und in den 1970er Jahren auf den alten Grundmauern wieder aufgebaut. Davor befinden sich die Reste der karolingischen Pfalz, wo Karl der Große 799 Papst Leo III empfing.

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Wir gingen dann in die direkt angrenzende Bartholomäuskapelle. Diese war als Pfalzkapelle Teil des Neubaus der Kaiserpfalz. Der Paderborner Bischof Meinwerk (1009–1036) ließ sie um 1017 in Anlehnung an den byzantinischen Stil von byzantinischen Bauleuten errichten, die die einzigartigen Gewölbe mit Hängekuppeln und den sie tragenden Säulen schufen. Die Säulenkapitelle gelten als bedeutende Zeugnisse ottonischer Baukunst, die Kapelle selbst als bedeutendstes kunstgeschichtliches Bauwerk Paderborns. (Wikipedia)

 

Die Bartholomäuskapelle verfügt über eine herausragende Akustik, die wir durch Absingen von „Großer Gott wir loben dich“ erfahren haben.

Von dort führte uns der Rundgang zum Kreuzgang des Domes, wo wir das berühmte Hasenfenster besichtigen konnten. Die Stadtführerin gab uns zur Erläuterung den Vers „Der Hasen und der Löffel drei, und doch hat jeder Hase zwei“ mit. Vorbei an einer Kapelle, die noch Fußboden aus der Meinwerkschen Zeit hatte, ging es dann über das Paradiesportal mit seinen zahlreichen Heiligenskulpturen, darunter die Patrone Maria, Liborius und Kilian, in den hohen Dom.

Dort beschäftigten wir uns insbesondere mit dem Fürstenberggrabmal, das Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg (1585–1618) selbst noch zu Lebzeiten in Auftrag gegeben hat, und den verschiedenen Hauptaltargestaltungen.

Vom Dom machten wir einen Abstecher zum Diozäsanmuseum. Hier konnten wir u.a. die Münzen des „Tollen Christians“, die er aus dem geraubten Liboriusschrein geprägt hatte, besichtigen. Sie trugen die Inschrift: „ Gottes Freund, der Pfaffen Feind“.

Danach haben wir den Domplatz in Richtung Süden verlassen. Vorbei am neuen Theather Paderborn, der theologischen Fakultät und dem Gymnasium Theodorianum gingen wir zur Jesuitenkirche, Marktkirche.

 

Hier haben wir insbesondere den prachtvollen Barock-Altar, der für insgesamt 4 Millionen Euro in 15 Jahren Bauzeit von 1989 bis 2004 nach alten Plänen rekonstruiert wurde, besichtigt.

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Von der Marktkirche gingen wir über den Rathausplatz zum Rathaus, das mit seiner prachtvollen drei Giebelfassade im Stil der Weserrenaissance erbaut wurde.

Vom Rathausplatz ging es zum Marienplatz. Dort sahen wir das Heisingsche Haus, ein Patrizierhaus, ebenfalls aus der Zeit der Weserrenaissance mit schönem Fassadenschmuck. Hier endete unsere informative Stadtführung.

Wir bedankten uns bei der Stadtführerin und fuhren in den Haxtergrund wo wir in einem Biergarten Mittag machten, um dann die Veranstaltung zu beenden.

Ausflug nach Münster 2016

Lediglich 14 Interessierte fanden sich am Samstag, den 11.6.16 morgens um 6:30 Uhr auf dem Warburger Bahnhof zum Tagesausflug nach Münster ein. Der Zug wurde in Warburg eingesetzt und hatte Münster als Zielbahnhof. Während der Fahrt gab Gerd Schubert einige Informationen über die Stadt Münster als Universitäts- und Verwaltungsstandort. Nach knapp 2 ½ Stunden Fahrtzeit erreichten wir unser Ziel. Dort landeten wir in einer Baustelle, da das Empfangsgebäude des Münsteraner Hbf. abgerissen wurde und zur Zeit neu gebaut wird. Wir begaben uns Richtung Innenstadt, wo wir unsere Stadtführerin am Rathaus trafen.

Diese erläuterte uns, dass die schönen Gebäude am Prinzipalmarkt nicht so alt sind wie sie aussehen, sondern, dass Münster im 2. Weltkrieg zu über 90 % zerstört worden sei. Die Gebäude am Prinzipalmarkt seien vereinfachte Nachbauten. Danach führte sie uns hinter das Rathaus, wo sie uns über die langwierigen Verhandlungen zum westfälischen Frieden informierte. Anschließend führte sie uns über den Prinzipalmarkt und den Wochenmarkt zum Dom.

Hier berichtete sie über das spannungsgeladene Verhältnis der Münsteraner Bürger zu ihrem Landesherrn, dem Bischof. Diese Spannungen fanden zur Zeit der Wiedertäufer ihren Höhepunkt. Sichtbare Zeichen dieser Zeit sind die fehlende Kirchturmspitze der Überwasserkirche (weil dort auf dem Turm eine Kanone installiert wurde) und die Käfige in der Turmspitze von S. Lamberti, wo die Leichen der Anführer der Wiedertäufer zu Schau gestellt wurden.

Zum Abschluss der Führung besuchten wir noch den Erbdrostenhof und die Clemenskirche, die von Schlaun gebaut wurden.

Nach der Führung gingen wir zurück zum Dom, um zur Mittagszeit das Glockenspiel der astronomischen Uhr und die Ausstattung des Doms zu bestaunen. Es folgte ein Rundgang über den herrlichen Wochenmarkt. Danach verlief sich die Gruppe, um eigenen Interessen zu frönen.

Pünktlich zur Abfahrtszeit des Zuges trafen sich wieder alle Teilnehmer zur Rückfahrt

Osnabrück - Besuch der Friedensstadt 2014

Am 2.8. starteten leider nur 33 Mitglieder zur Fahrt nach Osnabrück. Auf dem Hinweg berichtete Gerd Schubert über einen besonderen Urkundenfälscher: Bischof Benno II hat im 11. Jhd. einen ganzen Schwung Urkunden gefälscht, um Osnabrück Privilegien, die angeblich schon von Karl dem Großen verliehen wurden, zu erschwindeln. Das Gaunerstück flog erst im letzten Jhd. auf.

In Osnabrück angekommen hatten wir erst einmal Probleme mit dem Parkplatz, weil der Busparkplatz, der uns vom Stadtmarketing benannt worden war, gesperrt war. Gut dass es Handys gibt. So konnten wir unsere Stadtführer trotzdem treffen und dem Bus einen anderen Parkplatz zuweisen.

Wie es sich für eine Friedensstadt gehört begann unsere Führung im Friedenssaal des Osnabrücker Rathauses. Hier und im Münsteraner Rathaus wurde 1645-1648 der westfälische Friede ausgehandelt. Merkwürdige Umstände für Friedensverhandlungen - die einen (Katholiken) tagten in Münster und die anderen (Protestanten) saßen in Osnabrück. Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der westfälische Friede beendet 1648 den 30 jährigen Krieg und schuf eine neue Grundordnung, die im Wesentlichen bis zur Französischen Revolution Bestand hatte.

Für Osnabrück kam ein sonderbarer Kompromiss heraus: Je im Wechsel sollte ein katholischer oder ein evangelischer Fürst das Bistum regieren.

Das mittelalterliche Rathaus, wie auch 85% der Innenstadt wurden im 2. Weltkrieg völlig zerstört, aber bereits 1948 zur 300 Jahrfeier des westfälischen Friedens wieder aufgebaut. Es steht zusammen mit der gotischen Marienkirche und schmucken alten Bürgerhäusern am dreieckigen Marktplatz.

Von dort gingen wir durch enge verwunschene Gassen, vorbei an urigen Kneipen, kleinen Galerien und originellen Geschäften in Richtung Osnabrücker Dom.

Der Osnabrücker Dom St. Petrus wurde von 1218bis 1277 im spätromanischen Stil erbaut. Seine unterschiedlich breiten Türme verleihen ihm eine ungewöhnliche Ansicht. Weil der zuerst gebaute schlanke Turm zu klein für die Glocken war, wurde der später erbaute Südwestturm deutlich erweitert.

Neben dem Dom konnten wir noch einen sehr schönen Kreuzgang besichtigen.

Der derzeitige Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode, war übrigens vorher Weihbischof in Paderborn, in der Zeit hat er auch in Menne gefirmt.

Die Stadtführung endete gegen Mittag am Dom.

Am Nachmittag hatten wir noch Gelegenheit den Ledenhof, das Osnabrücker Schloss, die Johannis-Kirche und die Katharinen-Kirche zu besichtigen.

Wanderung vom Velmerstot zu den Externsteinen 2014

Die schönste Strecke des Eggeweges hatte Gerd Schubert ausgesucht, um sie den Mitgliedern des Heimatvereins als Wanderung anzubieten. Das Interesse war allerdings begrenzt. Es trafen sich letztlich nur 7 Interessierte beim Start der Wanderung.
Von einem Parkplatz nähe Kempen ging es auf einer für das Militär angelegten Straße, die jetzt im Wald überdimensioniert ist, Richtung Velmerstot. Karl-Heinz Schubert berichtete, dass die Straße für eine Flugabwehrstellung der Holländer, die sich auf dem preußischen Velmerstot befand, gebaut worden ist. Die militärische Nutzung sei in den 90er Jahren aufgegeben und alle militärischen Gebäude abgerissen worden. So präsentierte sich das ehemalige militärische Sperrgebiet als naturnahe, baumlose Hochfläche mit einem Aussichtsturm.
Vom Aussichtsturm hatten wir einen grandiosen Ausblick auf nahes und fernes Umland. Insbesondere die Ausmaße der Spanplattenfabrik der Firma Kronospan, die am Fuße des Berges liegt, aber auch die Fernsicht bis zum Köterberg beeindruckten uns.
Danach wanderten wir durch eine Heidelandschaft vorbei am lippischen Velmerstot, um dann auf Schotterwegen immer durch den Wald zur Kattenmühle abzusteigen. Bei einem aufgegebenen Steinbruch erklärte Gerd Schubert, dass von hier Steine zum Bau des Reichstagsgebäudes geliefert wurden.
Im Tal angekommen ging es an einer traumhaft schönen Strecke entlang des Silberbachs zur Silbermühle. In dem schicken Ausflugslokal gönnten wir uns eine Rast.
Das letzte Teilstück führte uns wieder durch Wälder bergauf und bergab zu den Externsteinen.
Nach ca. fünf Stunden hatten wir die 14 km Wanderstrecke abgelaufen und konnten zufrieden den Heimweg antreten.

Betriebsbesichtigung bei der Firma Lödige

Am 15.5 stand die diesjährige Betriebsbesichtigung bei der Firma Lödige in Scherfede auf dem Programm. Der Vorsitzende Gerd Schubert freute sich über die 29 interessierten Teilnehmer. Diese staunten nicht schlecht als sie zu Beginn der Besichtigung in eine Halle geführt wurden, wo eine Parkhaussituation simuliert wurde. Ein Fahrzeug wurde auf einem bestimmten Platz im Eingang abgestellt. Dann wurde es für uns nicht sichtbar vermessen, danach erschien ein sehr flaches Transportfahrzeug, das unter  das Auto fuhr, mit  Schwenkarmen das Auto an den Reifen anhob und es anschließend zum nahe gelegenen Aufzug transportierte. Es wurde in ein anderes Stockwerk gebracht und dort von dem  flachen Transportfahrzeug  in einem freien Parkplatz zwischen anderen parkenden Autos abgestellt.

Der Produktionsleiter Herr Becker erläuterte uns das System und wies auf die Vorteile des platz- und nervenschonenden Parkhauses  hin.

Er informierte uns, dass die Firma Lödige  als mittelständiges Familienunternehmen ca. 1000 Mitarbeiter weltweit beschäftigt, davon ca. 300-400 in Scherfede. Der jährliche Umsatz liegt bei rund 100 Millionen Euro.

Bei dem anschließenden Rundgang durch die Produktionshallen konnten wir einige moderne Maschinen zum Schneiden, Biegen, Bohren, und Stanzen von Blechen (was Herr Becker so Blech nannte waren z.T. ganz massive Stahlplatten) im Arbeitsablauf sehen.  Er erklärte uns, dass fast alle Maschinen geleast seien, damit eine ständige Erneuerung des Maschinenparks gewährleistet werde. Die Firma rechne mit 6-jähriger Einsatzzeit der Maschinen.

In den Hallen wurden Scherenhebebühnen, Aufzüge  und Regalbediengeräte gefertigt. Überspitzt kann man sagen: Aufzüge für Schuhe und Lastwagen. Den Abschluss bildeten die Reinigung und Lackiererei und der Versand, wo die fertiggestellten Produkte für die weltweite Verschickung verpackt wurden.

Beeindruckt von der Breite der Produktpalette  verabschiedeten wir uns mit einem westfälischen Geschenk an Herrn Becker und leisteten uns noch einen angenehmen Nachmittag-Abend in der Heimatstube.

 

Ausflug nach Würzburg 2013

Würzburg- strahlender Sonnenschein und köstlicher Frankenwein.

 

Für unsere  Tagesfahrt am 7.9.13 hatten wir uns die fränkische Wein- und Domstadt Würzburg ausgesucht. Es fanden sich 35 Teilnehmer, die sich pünktlich morgens um 7:00 Uhr  trafen um die Städtetour des Heimatvereins mitzuerleben.

Wegen einer kurzen Pause dauerte es letztlich 3 Std. bis wir auf der Festung Marienberg Halt machten. Von der Festung hatten wir einen herrlichen Rundblick über die Stadt Würzburg, die angrenzenden Weinberge und den Main. Danach fuhren wir in die Stadt, um an der Friedensbrücke unseren Stadtführer mitzunehmen.

Der berichtete uns während einer Rundfahrt von der Bedeutung, Geschichte und Ausdehnung der Würzburger Universität. Wir kamen auch an dem Institut vorbei, wo W.K. Röntgen die Röntgenstrahlen entdeckt hatte.

Die Rundfahrt beendeten wir an der Residenz. Hier wurde uns berichtet, dass der Fürstbischof Schönberg „ an einem Bauwurm litt“ und sich deshalb ein kleines Stadtschloss bauen ließ. Balthasar Neumann errichtete ihm die weltberühmte Würzburger Residenz, die seit 1981 als UNESCO-Weltkulturerbe geführt wird. Hinter dem Schloss konnten wir den gut gepflegten barocken Garten besichtigen.

Danach ging es zu Fuß weiter in die Stadt. Wir tangierten den mächtigen Dom St. Kilian, die viertgrößte romanische Kirche Deutschlands, und suchten das Lusamgärtchen auf. Am Grabe von Walther von der Vogelweide sang uns ein kostümierter Stadtmusiker  ein Lied des berühmten Minnesängers vor. Danach besichtigten wir die romanische Basilika Neumünster, die über dem Grab des hl Kilian und seiner Gefährten errichtet wurde.

Anschließend gingen wir über die belebte Domstraße zum Rathaus. Der vordere und älteste Teil „Grafeneckard“ mit romanischem Turm wurde von einem Adeligen im 14. Jhd. kurzfristig erworben, um einem Verbot des Fürstbischofs ein Rathaus zu bauen zuvor zu kommen. Wie in vielen deutschen Städten hatte auch die Bürgerschaft Würzburgs viele Auseinandersetzungen mit ihrem Landesherrn, hier dem Fürstbischof , am Ende des Mittelalters führen müssen.

In einem besonderen Raum des Rathauses war eine Ausstellung über die Bombardierung Würzburgs am 16.3.1945 untergebracht. Insbesondere ein Modell der komplett zerstörten Innenstadt zeigte die verheerenden Folgen des nur 17 Minuten dauernden Luftangriffs der Briten.

Vom Rathaus gingen wir zum Marktplatz, der von der Marienkapelle, einer spätgotischen Hallenkirche, überragt wird. Die Marienkapelle wurde mit beachtlichen Ausmaßen von der Bürgerschaft als Gegenstück zum bischöflichen Dom errichtet. Der Bischof revanchierte sich, indem er  das große Gebäude nur zur Kapelle weihte. Mit einem Hinweis auf das angrenzende schmuckvolle Falkenhaus verließ uns unser Führer.

Auf dem Marktplatz hatten die Würzburger Weinkeller mobile Weinausschänke aufgebaut, was viele von uns zur Mittagspause unter freiem Himmel bei strahlendem Sonnenschein einlud. Bei einem köstlichem Glas Frankenwein genossen wir die  angenehme Atmosphäre.

Danach löste sich die Gruppe auf und jeder ging seinen eigenen Interessen nach. Der Schreiber dieser Zeilen machte sich auf den Weg zum Käppele. Dazu ging es wieder auf die Domstraße  und die alte Mainbrücke. In der ganzen Innenstadt spielten sehr viele Straßenmusiker auf. Dadurch versprühte die Stadt noch mehr Atmosphäre als sie so schon hat. Der Weg zum Käppele verlief zunächst entlang des Mains, dann aber steil hoch in den Berg. Seitlich war ein Kreuzweg mit lebensgroßen  Plastiken in kleinen Kapellen aufgebaut. Nach dem schweißtreibenden Anstieg wurden wir wieder mit einer herrlichen Aussicht auf die Stadt belohnt.

Das Käppele ist eine Wallfahrtskirche, die 1748-1752 von Balthasar Neumann gebaut wurde. Sie hat eine herrliche Lage und eine glanzvolle Ausstattung. An diesem Tage diente sie als Hochzeitskirche für etliche Paare.

Nach dem Abstieg wurde noch ein Biergarten besucht um dann pünktlich um 17:00 Uhr zufrieden die Heimfahrt anzutreten.

Fritzlar, ein schöner Ausflug 2013

Für den 22.6.2013 hatten wir uns eine Fahrt in die alte Dom- und Kaiserstadt Fritzlar vorgenommen. Obwohl die Kirchengemeinde durch eine Terminverlegung zu der Zeit auch unterwegs war, konnten wir 29 Teilnehmer für diese Fahrt gewinnen. Sie trafen sich um 8:00 vor der Schützenhalle, um gut gelaunt von Hans Hilleke mit einem Rose-Bus in einer Stunde zum Ziel gefahren zu werden.

In Fritzlar trafen wir unseren engagierten Stadt- und Domführer Alfred Matthäi am Grauen Turm. Er erläuterte uns die Stadtbefestigungsanlagen und auch, dass der Befehlshaber der städtischen Garde auf der oberen Plattform am Grauen Turm seine Kommandos weit hin sichtbar geben konnte.

Vom Grauen Turm ging es am Hochzeitshaus vorbei zum Marktplatz, der mit seinen schönen Fachwerkbauten aus den verschiedenen Jahrhunderten begeisterte. Besonders auffällig war das das windschiefe  Haus Seibel. Herr Matthäi erläuterte uns, dass die früheren Bewohner, um Schränke aufzustellen, Strebebalken herausgesägt haben und damit dem Fachwerk  die Versteifung genommen haben.

Vom Marktplatz ging es vorbei am Rathaus, dem ältesten Amtshaus Deutschlands, zum Domvorplatz. Dort besichtigten wir zunächst das Bonifatius-Denkmal und danach den Kump.

Anschließend konnten wir in der Schatzkammer des Domes eine Fülle von liturgischen Geräten und Gewänder bewundern. Das Kaiser-Heinrich-Kreuz erinnerte in seiner Pracht an die Reichskleinodien der Wiener Hofburg. In der Domkrypta wurde uns eine ungewöhnliche Darstellung der hl. Dreifaltigkeit gezeigt.

Der Dom wurde in den letzten Jahren restauriert. Deshalb wirkte er innen sehr hell und gepflegt.

Zum Abschluss gingen wir am Spitzenhäuschen, das auch unter den vielen Umbaumaßnahmen zu leiden hatte, vorbei wieder zum Marktplatz, wo wir von unserem Stadtführer in die Mittagspause entlassen wurden.

Nachmittags unternahmen einige noch einen Rundgang entlang der Stadtmauer, ehe wir um 15:00 Uhr die Rückfahrt durch die Fritzlaer Börde mit den vielen Kappesfeldern antraten.

Wieder in Menne versorgten uns Hans Schramm und Karl-Heinz Hellmuth mit gepflegten Getränken und Rudolf Gründer sorgte am Grill dafür, dass keiner Hunger leiden musste.

So konnten wir in gemütlicher Runde einen schönen Tag abschließen.

Besichtigung der Firma Benteler

Das hat sich der Vorsitzende des Heimatvereins schon lange gewünscht: Eine Besichtigung der Firma Benteler. Jetzt hat es dank der Fürsprache von Klaus Wendehals geklappt.

23 Interessierte trafen sich vor dem Werkstor, wo sie von Erwin Peine empfangen wurden. Von dort aus ging es in den Sitzungssaal. Hier begrüßte uns der Werksleiter Herr Dipl.Ing. Lindner. Er stellte uns in einem kurzen Vortrag das Warburger Werk der Firma Benteler vor.

In Warburg arbeiten 655 Mitarbeiter und ca. 520 Roboter. Sie erwirtschaften einen Umsatz von 245 Mio. Euro im Jahr. Dazu werden ca. 6000 Achsen und 20000 Motor-Abgasanlagen täglich gefertigt. Der Materialeinsatz bei den Produkten beträgt ca. 70 %. Hinzu kommen rund 33 Mio Euro Personalkosten im Jahr.

Beeindruckt von diesen Zahlen wurden  wir mit funkgesteuerten Hörverstärkern ausgestattet und in die Werkshalle geführt. Hier erwartete uns ein ohrenbetäubender Lärm, vor dem wir uns mit Ohrstopfen schützten. In der Halle fielen uns die klare Struktur mit gekennzeichneten Gabelstaplerwegen, markierten Fußgängerwegen, Transportsystemen an der Decke und eine erstaunliche Sauberkeit auf. Die Herstellung der Produkte erfolgte in der Regel so, dass große Teile automatisch durch Laufkatzen angeliefert wurden, kleine Teile den Robotern von Maschinisten in Ausformungen zugeführt wurden und Roboter durchaus in größeren Gruppen die Einzelteile zusammenfügten, verschweißten und abtransportierten. Das exakte Zusammenspiel der Roboter war beeindruckend.

Großes Erstaunen rief auch eine Maschine  hervor die einen Rohr-Rohling hydraulisch so verformte, dass er unterschiedliche Durchmesser annahm und dabei die Wandungen ausreichende Stärke behielten.

Bei unserer Tour passierten wir auch einen Sitzungssaal, der mit dem ZDF Symbol gekennzeichnet war. Hier tagt die Abteilungsleiterkonferenz über Zahlen, Daten und Fakten erläuterte uns Herr Lindner. Er stellte uns ein ausgefeiltes Controlling-System vor, dass vor allem darauf ausgerichtet ist, vorgegebene Betriebsziele zu erfüllen, aber auch ständig nach besseren Lösungen zu suchen. Es wird angestrebt die Produktivität jedes Jahr um 10 % zu erhöhen. Dies sei erforderlich, um im globalen Wettbewerb gegen die Niedriglohn-Länder konkurrenzfähig zu bleiben.

Nach unserem Rundgang trafen wir uns noch einmal im Sitzungssaal. Hier stellte sich Herr Lindner unseren Fragen. Insbesondere der Druck zur ständigen Verbesserung wurde von manchem Heimatfreund in Frage gestellt. Herr Lindner machte jedoch unmissverständlich klar, dass der Betrieb ohne diese Denkweise in kürzester Zeit nicht mehr konkurrenzfähig ist und damit seine Aufträge verliert. Es sei gerade im Interesse der Beschäftigten, sich ständig zu verbessern und damit die Arbeitsplätze zu erhalten.

Bei dieser Besichtigung haben wir ein beeindruckendes Werk und einen engagierten Werksleiter kennen gelernt.  Unser Dank geht  an Klaus Wendehals, Erwin Peine und Herrn Lindner, die uns diese Besichtigung ermöglichten.

Nach der Besichtigung trafen sich noch einige Teilnehmer in der Heimatstube, um bei einem frisch gezapften Pils und einem Imbiss das Erlebte weiter zu diskutieren.

Fahrt nach Erfurt 2012

Nach einem großen An- und Abmeldedurcheinander fanden sich letztlich 36 Teilnehmer, die mit dem Heimatverein am 11.8. nach Erfurt fahren wollten.

Das Wetter meinte es diesmal gut mit uns, und, da auch alle pünktlich waren, konnten wir um 7:00 Uhr unsere Reise etwas verschlafen, dafür aber gut gelaunt antreten.

Die erste Rast machten wir am alten Grenzübergang bei Eisenach, der zu einer Raststätte umgebaut worden ist. Der Preis von 2,90 € für den Pot Kaffee erregte manch bissige Bemerkung.

Gerd Schubert kommentierte die Pause wie folgt: „Erich Honecker würde sich im Grabe umdrehen, wenn er sehen könnte, was aus seiner modernen Grenzeinrichtung am antikapitalistischen Schutzwall geworden ist. Insbesondere wenn ihn selber die kapitalistischen Preise träfen“.

Die Fahrt verlief so glatt, dass wir eine halbe Stunde vor dem Treffen mit den Stadtführerinnen in Erfurt ankamen. Die Meisten nutzten die Zeit für einen Bummel über den angrenzenden Markt. Dann ging es endlich los. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und über die bauliche Entwicklung des Ensembles am Erfurter Dom informiert.

 

Der Dom St. Marien und die Pfarrkirche St. Severi

Insbesondere der Unterbau des Chores verwundert den Betrachter, erklärt sich aber, wenn erläutert wird, dass der zu klein geratene Dom erweitert werden sollte und auf dem Domberg kein Platz mehr war. Also hat man sich mit einem viaduktähnlichen Unterbau beholfen. Direkt neben dem Dom befindet sich die Pfarrkirche St. Severin.

Von da aus ging es durch enge Gassen zum Waidspeicherhaus.

Hier wurde uns erläutert, dass Erfurt im Mittelalter das Recht hatte, mit Färberwaid zu handeln. Es handelte sich beim Färberwaid um ein sehr teures Gut. Nur wenige Städte hatten das Privileg, Handel von Färberwaid durch Waidhändler zuzulassen. Der Handel war überaus gewinnbringend und führte in den Waidstädten zu einem vergleichsweise hohen Wohlstand. Der Herstellungsprozess von Färberwaid wurde uns wie folgt erklärt:

Die Blätter der gestochenen Waidpflanzen wurden gewaschen. Anschließend breitete man sie auf Wiesen aus und ließ die Blätter anwelken. Danach kamen sie unter das Rad der Waidmühle, welches sie zu Waidmus zerquetschte. Aus diesem Mus wurden faustgroße Bällchen geformt, die sogenannten Waidballen. Der getrocknete Ballenwaid wurde dann auf Fuhrwerke verladen und zum Waidmarkt gebracht, wo ihn die Waidjunker begutachteten und den Bauern abkauften. Erst die Waidhändler ließen das Halbprodukt weiterverarbeiteten, indem sie die Bällchen auf den Waidböden zerschlagen und mit Wasser sowie Urin anfeuchten ließen. Während der dann einsetzenden Gärung erfolgte die Umwandlung zum Farbstoff. Für das im Herstellungsprozess des Farbstoffs benötigte Alkali wurde Waidasche aus Buchenholz verwendet. Wegen des Holzschutzeffektes (gehemmtes Pilzwachstum) eignet sich die aus Färberwaid gewonnene blaue Farbe auch zum Streichen von beispielsweise Türen, Deckenbalken und Kircheninnenräumen. Der hohe Einsatz von Urin in den Waidspeicherhäusern trug natürlich nicht gerade zur Verbesserung der Stadtluft bei.

Durch enge Gassen ging es weiter zur Allerheiligenkirche, deren merkwürdiger Grundriss sich durch die umgebenden Gassen ergibt. Hier konnten wir im Inneren ein Columbarium besichtigen. In der Allerheiligengasse waren sehr schön sanierte und nicht sanierte Gebäude zu sehen. Am Ende der Straße besichtigten wir die Michaelskirche mit ihrem sehr anheimelden Innenhof.

Dann überquerten wir die Gera mit Blick auf die Krämerbrücke über die wir dann den Fischmarkt mit seinen prächtigen Bürgerhäusern und dem Rathaus erreichten. Hier war unsere Führung beendet.

Einige von uns legten im Biergarten des Augustiners mit prächtiger Aussicht auf die Krämerbrücke ihre Mittagspause ein.

Der Nachmittag wurde in eigener Regie gestaltet. Man konnte die Einkaufsstraßen und - oder die Festung besichtigen.

Gegen 17:00 traten wir zufrieden den Rückweg an.

Unser Fazit: Erfurt ist eine richtig schöne Stadt, deren Besuch sich auf jeden Fall gelohnt hat.

 

 

Das „Haus zum breiten Herd“ am Fischmarkt gehörte auch einem Waidhändler

Besichtigung der Firma Lücking

Für unsere diesjährige Betriebsbesichtigung hatten wir uns die Anlagen der Firma Lücking in Bonenburg ausgesucht.  Ca. 25 Teilnehmer wurden von zwei Führern in die Herstellungsprozesse von den „Lücking Ziegel Pur“ eingeweiht.

 

Die fertig geformten Ziegel laufen über ein Band, um dann zum Vortrocknen abgestellt zu werden.

 

Die sehr modernen Fertigungsprozesse haben uns erstaunt. Insbesondere, als Roboter in die fertigen Zielsteine Dämmstoffe einbrachten, haben wir erkannt, dass dieses sehr alte Gewerbe sich der modernen Technik nicht verschlossen hat.

 

Aber in Bonenburg werden nicht nur Ziegelsteine hergestellt. An mehreren Fertigungsstraßen wird eine Vielzahl von Betonfertigteilen erzeugt. Wir haben Fertigschalungen für gewendelte und gerade Treppen gesehen, Fertigungsstraßen für Fertigdecken, bei denen Roboter die Eisen passgenau einlegten.

Auch der Beton wurde in die vorbereiteten Formen maschinell eingebracht.

Selbst die Reinigung der Arbeitsstraße erfolgte automatisch. Der hohe Automationsgrad bei der Herstellung der Fertigteile machte uns klar, warum dieser Geschäftszweig so erfolgreich ist.

 

Hier wird uns die Fertigschalung für eine gewendelte Treppe erläutert.

 

Nach der Rückkehr zur Heimatstube wurden wir mit frischem Pils und Leckereien von Grill versorgt.

Jakobustag 2012

Am Mittwoch, den 25. Juli, dem Gedenktag des hl. Jakobus, gestalteten Mitglieder des Heimatvereins Menne an der Jakobuskapelle im Papenheimer Feld um 19:00 Uhr eine Gedenkfeier bei strahlendem Sonnenschein, um seinen Tag festlich zu begehen.

Gerd Schubert begrüßte die ca. 40 Erschienenen und erinnerte in einem Nachruf an Felix Papenheim, den großzügigen Spender des Heimatvereins und der Jakobuskapelle.

Anne Schäfers hatte sich wie immer hervorragend um die Gestaltung (Texte und Musik) gekümmert. Der Wortgottesdienst hatte als Leitfaden das Thema Brot.

 

Wieder einmal gut besucht war die Feierstunde zur Ehren des hl. Jakobus

Anschließend wurde ausgiebig die Gelegenheit zum Verweilen und Klönen genutzt. Die Teilnehmer wurden von Karl-Heinz Hellmuth mit gekühlten Getränken und von Manfred Wiemers und Rudolf Gründer mit gegrillten Bratwürstchen versorgt.

Fahrt nach Erfurt - ein Gedicht

Früh um sieben an der Halle

traf man sich am Samstag Morgen.

Alle waren froh und munter,

quietschvergnügt und ohne Sorgen.

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Herbstfest 2012 in der Heimatstube

Am Samstag, den 22.09.2012, war es wieder soweit. Der Heimatverein lud seine Mitglieder zum Herbstfest ein, was für eine gute Stimmung und gefüllte Bäuche in der Heimatstube sorgte.

Ein traumhafter Herbsttag ließ die wärmenden Sonnenstrahlen auf die Heimatstube fallen. Drinnen loderte der Kamin und das Holz knisterte leise vor sich hin. Buntes Laub zauberte zusammen mit Nüsschen und Kastanien ein angenehmes Ambiente. Alle Gäste waren um 17 Uhr herzlich willkommen und noch vor Beendigung der Vorbereitungen waren die herbstlich geschmückten Tische schnell mit vielen interessierten Heimatfreunden belebt. Es duftete schon nach allerlei selbstgemachten Leckereien wie cremige Kürbissuppe, goldbraune Reibekuchen mit Apfelmus und leckeren Kartoffelsalaten zu den gegrillten Würstchen und Steaks. Nachdem es sich die Heimatfreunde schmecken ließen, klang der Abend in entspannter Atmosphäre und bei angenehmen Gesprächen aus. Für alle ein Gäste und Mitwirkenden ein gelungenes Herbstfest.

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Ein großer Dank gilt allen Mitwirkenden und Helfern. Im nächsten Jahr wünschen wir uns wieder zahlreiche Gäste.

Pfingstbrunch in der Heimatstube

Am Morgen des Pfingstmontags, den 28.05.2012, war ein großer Trubel in Menne zu verzeichnen. Bei bestem Wetter kamen die Heimatfreunde vom Kaffeeduft angezogen nur so in Scharen, denn der Heimatverein lud seine Mitglieder zum gemeinsamen Frühstück ein, worauf die Heimatfreunde anscheinend nur gewartet hatten.

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Ehrenamtskarte für Manfred Wiemers und Hans Schramm

Manfred Wiemers, Hans Schramm und Renate Ladleif mit der „Goldenen NRW-Ehrenamtskarte“ ausgezeichnet.

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Winterwanderung durch Sturm und Regen

Zu unserer Winterwanderung trafen sich trotz des unsicheren Wetters ca. 30 Interessierte vor der alten Schule. Leider verschlechterte sich das Wetter noch so, dass ein heftiger Sturm uns den Regen um die Ohren peitschte. Lediglich den Hund von Jörg Wegge schien dies nicht zu beeindrucken. Der fühlte sich auch bei diesem Sch..wetter wohl.
Am Jungstürmer-Denkmal erläuterte Gerd Schubert an einem Text aus deren Liederbuch, welchem Gedankengut die Jungstürmer folgten.

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Bericht über die Herbstwanderung 2011

Am Samsatg den 22.10. trafen sich ca.15 Mitglieder bei strahlendem Sonnenschein zur Herbstwanderung in Menne vor der Alten Schule. Gerd Schubert begrüßte die Teilnehmer und führte sie entlang von noch nicht abgeernteten Zuckerrübenfeldern und tragenden Obstbäumen über Hohenwepel nach Großeneder durch die herbstliche Landschaft.

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Herbstfest 2011-" Von Äppeln und Erdäppeln"

Weiterlesen: Herbstfest 2011-Nach dem verregneten Sommer meinte es das Wetter besonders gut mit uns. Am Samstag den 24.9.2011 genossen wir den ganzen Tag strahlenden Sonnenschein.

Unser Herbstfest begann mit Arbeit. Gabriele Peine bearbeitete ab 9:30 Uhr mit ihrer Mannschaft unter Aufsicht der Presse (NW) den Brotteig. Der Teig wurde gerührt, geknetet, geformt und gehen gelassen bis er endlich auf Platen in den schon lange angeheizten Ofen geschoben wurde.

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Fahrt ins Lipperland

Am 23.7. trafen wir uns mit 40 Teilnehmern zu einer Fahrt ins Lipperland. Da das erste Ziel das Hermannsdenkmal war, referierte Gerd Schubert während der Fahrt über Arminius und die Varusschlacht. Dabei stellte er besonders heraus, dass die Geschichte von Arminius in der Neuzeit von den verschiedensten Gruppen und Organisationen für ihre Zwecke missbraucht wurde. Auch sei inzwischen klar, dass die Varusschlacht bei Kalkriese im Osnabrücker Land geführt wurde.

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Städtetour nach Frankfurt-ein Gedicht

Von Anne Schäfers

 

Punkt um sieben in der Frühe trafen wir uns an der Halle,

fröhlich, munter, froh und heiter, voller Freude waren alle.

Der Vereinschef Gerhard Schubert steht am Bus und kontrolliert,

ob ein jeder ist gekommen, wird penibel hier notiert.

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Tagesausflug nach Frankfurt 2011

Unsere diesjährige Tagesfahrt hat uns in die deutsche Hauptstadt des Geldes nach Frankfurt geführt. Als wir uns der Stadt näherten, konnten wir schon von weitem die Hochhäuser der Banken erkennen. Frankfurt ist die einzige deutsche Stadt mit einer derartigen Skyline. Die Hochhäuser erreichen eine Höhe von bis zu 259 m

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Bericht über die Besichtigung der Firma Kobusch-Sengewald

Ein wichtiger Arbeitgeber für unser Dorf ist die Firma Kobusch-Sengewald. Deshalb waren wir an einer Besichtigung dieses Betriebes sehr interessiert. Also wurde ein Termin vereinbart und so trafen sich am Freitag, den 26.8. 30 Interessierte zur Besichtigung.

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Jakobustag 2011

Am Morgen des Montags, den 25.7. lagen dicke Wolken über Menne. Es schien unwahrscheinlich, dass vor der Jakobuskapelle vom Heimatverein ein Wortgottesdienst gefeiert werden könnte. Trotzdem wurden alle Vorbereitungen getroffen.

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Kartoffel-Ernte beim Heimatverein und dem Menner Kindergarten

„Boah sind da viele drunter!“ staunten die Kinder des Menner Kindergartens als sie die Kartoffeln ernten durften, die sie im Frühling gepflanzt hatten.

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